Archiv der Gemeinde Leezen/Holstein

Wie entstand unser Gemeindearchiv? Die Idee war bereits einige Jahre im Gespräch. Es gibt einerseits eine gesetzliche Vorgabe, andererseits ist es unser Ziel Geschichte und Gegenwart von Leezen, Krems, Heiderfeld und dem regionalen Umfeld  für unsere Bürger und die Nachwelt zu bewahren. Es ging nicht nur darum eine geeignete Räumlichkeit zu finden, es musste auch ein Team zusammenkommen. Der Start brauchte einige Vorbereitungszeit. Die Vielfalt an Ideen mußte in ein Konzept gegossen werden. Ende 2014 wurde dann das Archivteam gegründet. Das denkmalgeschützte Spritzenhaus der Leezener Feuerwehr erschien als ein würdiger Ort und wurde bald als  Budörp-Haus bezugsfertig. Unser Team begann sofort  Archivmaterialien  zu sammeln. Die Bürger von Heiderfeld, Krems und Leezen haben uns sehr geholfen. Wir begannen sofort die Archivalien aufzubereiten. Das Erfassungs-und Findbuch, das sie hier in unserem digitalen Archiv on-line sehen können, wurde eingerichtet und die Einlagerung der Archivalien begann. Unser Team hat dann auch gezielt Bürger auf ihre Schätze unterm Dach und im Keller mit Erfolg angesprochen. Unser Achiv füllte sich schnell. Zusätzlich zur klassischen Archivierung haben wir begonnen Dokumente auch digital zu speichern und zugänglich zu machen. Es ist unser Ziel den gesamten digitalen Inhalt über dieses Internetportal öffentlich zu machen. Die gelagerten Archivalien können im Budörphus eingesehen werden. 2015 haben wir mit einem Tag der offenen Tür unser Archiv der breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht. Für Kommentare und Anregungen bedanken wir uns auch zukünftig.

Unser Dorf

Unser Dorf wurde zu Beginn des 12. Jahrhunderts besiedelt. Es wurde im Dreißigjährigen Krieg fastvollständig zerstört. Heute finden wir eine Mischung aus alten und neuen Gehöften, Katen, Wohnhäusern und modernen Gebäuden. In  Leezen herrscht reger Neubaubetrieb.  Machen Sie einen Rundgang durch Leezen Alt und Neu.

Unsere Kirche wurde Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut und 1199 erstmalig urkundlich erwähnt. Sie wurde1870 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.

Kirche vor dem Abriss
Kirche vor dem Abriss

Der Abriss wurde infolge Baufälligkeit erforderlich. Der Felssteinbau gilt als unter Bischof Vicelin erbaute Kirche und steht unter Denkmalschutz. Der Kirchturm blieb erhalten und wurde in den Neubau integriert. Dieses über 800 Jahre alte Baudenkmal wurde 2017 bautechnisch saniert.

Nordelbien und die Geschichte Leezens

Nordalbingia (Nordelbien) war umrahmt von der Nordsee, der Eider und dem Danewerk  im Norden, dem Limes Saxoniae im Osten und der Elbe im Süden. Unser Dorf nannte sich im 12. Jahrhundert "Latzinghe". Es durchlebte Jahrhunderte wechselhafter, auch blutiger  Geschichte. Seit der Zeit Karls des Großen ist die Norddeutsche Geschichte durch eine Vielzahl von Quellen dokumentiert. Latzinghe, im dünn besiedelten unzugänglichen Grenzgebiet zwischen Slawen und Sachsen, wurde Mitte des 12. Jahrhunderts besiedelt und als Latzinghe erstmalig 1192 in einer kaiserlichen Urkunde und dann nochmals 1199 in einer päpstlichen Bulle erwähnt. Der Name veränderte sich mit der Zeit mehrmals bis zur heutigen Schreibweise.

Neubau der Leezener Kirche 1870
Neubau der Leezener Kirche 1870

Unser digitales Archiv ermöglicht direkten Zugriff auf interessante  in unserem PC  gespeicherte Daten und Informationen. Es ermöglicht den Zugang zu Chroniken, Bildern und Fotos, Berichten, Dokumenten usw., sowie  Zeitungsartikeln. Die letzten 20 Jahre der Segeberger Zeitung haben wir bereits als wertvolle historische Quelle fast lückenlos erfasst und recherchieren nun in der Zeit rückwärts bis ins 19. Jahrhundert.  


So feiert unser Dorf. Leezen hat eine Vielzahl von aktiven Vereinen. Der Bürgerverein ist Organisator und  Veranstalter des Vogelschießen, was seit 135 Jahren zu den bedeutenden Traditionen gehört. Es wurde im Juni mit einer Festwoche und einem großen Umzug mit Festwagen, Musikzügen, Laufgruppen und Menschen aus Nah und Fern gefeiert.